22.Spieltag: Niendorf V. - S.C.Condor III. 0:2

Galavorstellung am Ende der Saison 


Bei überraschend gutem Wetter trafen heute die beiden Top-Teams der HA 02 aufeinander. Der Sieger der Partie würde die Staffelmeisterschaft holen. Um die hundert Fans waren angereist, um sich das Spitzenspiel Niendorf gegen Condor anzusehen.

 

Die Teams mit den stärksten Abwehrreihen trafen aufeinander.

 

Condor konnte zum ersten Mal aus den Vollen schöpfen. Was das zu bedeuten hatte, sah man eindrucksvoll beim Warmschießen des Torhüters. Fast jeder Schuß ein Treffer. Bei dem einen oder anderen Geschoss hatte man das Gefühl, der Torhüter ginge in Deckung. Auch von Ihrer Statur wirkten die elf Auserwählten beeindruckend. Minimum einsfünfundachzig. 


Anpfiff
Niendorf begann druckvoll und attackierte sofort. Ein gepflegtes Aufbauspiel war Condor so natürlich nicht möglich. Macht aber nichts, weil Condor sich auch mit langen Bällen in den Raum zu helfen weiß. Mit Dustin Hüllmann und Florian Kienke hatte man die Außenbahnen stark besetzt. Ein ums andere Mal konnten sie die langen Bälle aufnehmen und nur durch regelwidriges Einsteigen Ihrer Gegenspieler gestoppt werden. Die daraus resultierenden Freistöße wurden allesamt vom sehr engagierten Stefen Thorn getreten. Man kann natürlich nicht erwarten, dass jeder Freistoß, der ab der Mittellinie gefährlich vor das gegnerisch Tor kommen soll, auch tatsächlich so kommt. Aber die Streuung war schon gewaltig. Egal, langt ja, wenn einer kommt und direkt ins Tor segelt. 1:0 Condor. Riesenfreude auf dem Platz und auf den Rängen. Jetzt galt es den Vorsprung zu verteidigen und nach Möglichkeit auszubauen. Das Mittelfeld war weiter hart umkämpft. Hochmotiviert und äußerst bissig wurde gefightet. Es gab kein Durchkommen für Niendorf. Die Abstöße, die auf Höhe der Mittellinie oft durch starkes Kopfballspiel der Niendorfer verlängert wurden, konnten durch kluge Staffelung der Abwehr entschärft werden. Nur bei Ecken wurde es brenzlig vor dem Gehäuse der Condoraner. Einmal wäre der Ball fast im Tor gelandet, aber der bärenstarke Arne Roth konnte den Ball noch mit dem Kopf klären. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte gelang es, sich wiederholt durch das Mittelfeld zu kombinieren. Das war dann sehr schön anzusehen und wahrscheinlich auch der Grund für die Lobeshymnen auf unsere erste Halbzeit. Eine dieser tollen Kombinationen konnte man auf der linken Seite bewundern. Arne Roth spielt sich mit verschiedenen Doppelpasspartnern bis in den gegnerischen Sechzehner und kann nur durch ein klares Foul gestoppt werden. Der fällige Strafstoß wird leider nicht gegeben. Auch nicht als Florian Kienke sich ebenfalls stark durchsetzt und zu Fall gebracht wird. Ansonsten hat der Mann in schwarz aber gut gepfiffen, obwohl er das ein oder andere rüde Foul durchaus mit gelb hätte ahnden können. Halbzeit. Die extrem laufintensiven ersten 45 Minuten haben ordentlich an den Kräften gezehrt. Vier Mann von Condor wollen raus. Aber sie werden vom Trainer in die Pflicht genommen. Nix raus, weiter, immer weiter. Ich glaube, das war brutal anstrengend auf den laufintensiven Positionen. Ich zolle denen, die durchgehalten haben, meinen größten Respekt. Chapeau! 


Die zweite Hälfte war nun nicht mehr auf dem hohen Niveau der ersten Hälfte, aber immer noch schön anzusehen. Der eingewechselte Tom Kamin trug seinen Teil dazu bei. Er spielte wiederholt kluge Bälle und setzte seine Mitspieler schön in Scene. Durch seine körperliche Robustheit gewann Condor zusätzlich Sicherheit im Mittelfeld. Niendorf kam nicht durch. Es ging nicht. Aber auch Condor kam selten ganz durch. Es war eng. Beide Teams verschoben das gesamte Spiel über äußerst diszipliniert. So musste eine Flanke aus dem rechten Halbfeld vom ebenfalls starken Timo Bode den Raum überbrücken, um in Florian Kienke einen technisch versierten Abnehmer zu finden. Für den Laien sah es zunächst so aus, als hätte er den Ball nicht richtig getroffen, aber der Kenner wusste, so und nicht anders wollte er den Ball ins Tor befördern. 2:0. Der Sack ist zu. Die beste Abwehr der Liga lässt nichts zu. Und so gewinnt man in einem packenden Duell verdient die Meisterschaft.