8.Spieltag: SC V.M. - S.C.Condor III. 2:7

Donnerwettter!! Wer Zeuge dieser herausragenden Leistung der Condoraner sein durfte, konnte sich glücklich schätzen. Groß zogen sie auf. Allen voran Torge Kaven, dem es gelang, auch ohne jegliches Training vier Buden zu erzielen und zwei vorzubereiten.

Einsatz, Wille und Spielwitz, alles passte am Freitag Abend. Nach starken zehn Anfangsminuten der Gastgeber, kam Condor ins Spiel und erzielte durch Tom Kamin das 1:0. Zuvor waren schon einige hochkarätige Chancen vergeben worden. Die größte durch Daniel Gerke, der allein auf den Schlussmann zulief und sich alle Zeit der Welt nahm. Während er noch überlegte, ob er den Ball links oder rechts versenken soll, hatte sich die Chance in Wohlgefallen aufgelöst. Ebenso erbärmlich vergab Sven Flagmann die Möglichkeit einzuschieben, als ein grandios getretener Freistoß von Steffen Thorn aus zwei Metern reingeschoben werden musste. Den Condoranern schwante schon wieder Böses, hatte man sich doch in der letzten Saison trotz haushoher Überlegenheit 3:2 geschlagen geben müssen. Nun stand es also endlich 1:0. Das Angriffsspiel der Condoraner wurde variabel gestaltet. Lange Bälle von hinten auf die Außen Lukas Speel und Dustin Hüllmann oder auch mal Kurzpassspiel durch die Mitte. Häufig kam Condor zum Abschluss. SCVM konnte sich beim glänzend parierenden Keeper bedanken, dass sie zur Halbzeit nur noch einen weiteren Treffer durch Torge Kaven hinnehmen mussten.
Bei einem der wenigen Angriffe der Gastgeber versagte dann aber die Abseitsfalle und es ging mit einer knappen 2:1 Führung für Condor in die Kabine.

 
Die 2.Hälfte begannen die Vier- und Marschländer wieder sehr druckvoll, ohne sich richtige Chancen zu erspielen. Die Angriffsbemühungen der Gastgeber fanden aber durch das 3:1 von Tom Kamin ein jähes Ende. Von da an begann die Galavorstellung des ambitionierten Sportstudenten aus Göttingen. Der Trainer hatte vor dem Spiel gesagt, jeder solle sich ein Ziel für das Spiel stecken - Torge wollte einen lupenreinen Hattrick. So sorgte er nun für die Tore vier, fünf und sechs für Condor. Zwei mal allein gegen den Keeper und einmal zeigte er sämtlichen Abwehrspielern Vier- und Marschlandes ihre Grenzen auf. Von links nach rechts spielte er ca. fünf Gegenspieler aus um dann auch noch einen Mitspieler zu tunneln. Wahnsinn! Das siebte Tor hat er dann selbstlos dem frisch eingewechselten Lukas Krolik aufgelegt.  Das zweite Tor der Gastgeber fiel nach einer eher harmlosen Ecke, als diese vom Condor-Abwehrspieler mit dem Kopf zentral an den Sechzehner geklärt wurde. Dort stand der SCVM-Spieler einschussbereit und versenkte das Leder unhaltbar.


Unterm Strich muss man sagen, dass der Sieg auch höher hätte ausfallen können. Condor hat zurück zu alter Stärke gefunden. Mit der Leistung und mit der ebenfalls bärenstarken Leistung bei St.Pauli meldet sich das Team um Kapitän Michael Hermann zurück im Titelkampf.