3.Spieltag: S.C.Condor III. - Sternschanze IV. 5:3

Am heutigen Spieltag konnte die 3. Herren den Aufsteiger von Sternschanze am Berner Heerweg begrüßen, nicht aber den angesetzten Schiedsrichter. So kam es, dass ein Schiedsrichtergespann von Seiten der Gastgeber gestellt wurde. So viel vorweg, das haben die drei Jungs wirklich toll gemacht. 

Sternschanzes Aufsteigerteam konnte am vergangenen Spieltag einen Sieg gegen Paloma verzeichnen. Dadurch war durchaus Respekt bei den Condoranern vorhanden, hatte man sich doch am ersten Spieltag gegen Paloma geschlagen geben müssen.


Nun aber rein ins Geschehen. Bei tropischen Temparaturen begann ein verhaltenes Spiel, das zunächst von den Gastgebern dominiert wurde. Torchancen waren hüben, wie drüben Mangelware. Zwei Auswechselungen in der ersten Halbzeit auf Seiten der Condoraner sorgten bei den Spielern für überraschte Gesichter. Die Jungs hatten offenbar nicht die Vorgaben des Trainerstars Frank Hüllmann eingehalten. Mit den neuen, diszipliniert agierenden Akteuren kam Condor dann etwas bessser ins Spiel. So ergab sich eine gute Gelegenheit für den wieder einmal glänzend aufgelegten Torge Kaven. Doch noch war es zu früh für den Ausnahmestürmer. Seine Zeit sollte in der zweiten Hälfte kommen.


Gleich nach dem Seitenwechsel besorgte er die 1:0 Führung und legte kurze Zeit später für Timo Blaschke auf, der sensationell zum 2:0 einschob. Es ist schon ein Spektakel, wenn Rakete, wie ihn sein Trainer liebevoll nennt, abgeht. Wieder kurze Zeit später gelang dem wieder erstarktem Lukas Speel mit einem sehenswerten Schuss von halblinks das 3:0. Da hat er Glück gehabt, dass er den gemacht hat. Denn hätte er verzogen, hätte ihm der deutlich besser positionierte und lautstark den Ball fordernde Sven Flagmann sicherlich den Kopf abgerisssen.  Nun schien das Spiel in Sack und Tüten. Doch Pustekuchen. Durch einen unglaublich überflüssigen Ballverlust im linken Mittelfeld gelang mit der ersten Chance der Gäste der 3:1 Anschlusstreffer.  Nach einer kurzen Verschnaufpause rollte die Kugel nun wieder besser durch die Reihen der Gelben. Hinten stand man weiter sicher und ließ nichts weiter zu. Die Angriffsbemühungen der Gäste klärte man ein ums andere Mal mit klugen Bällen in den Raum. Einer dieser unglaublich durchdachten Bälle wurde von Tom Kamin geschlagen und fand im blitzschnellen Torge Kaven einen dankbaren Abnehmer. 4:1. Wer jetzt dachte das Spiel gemütlich runter spielen zu können, der irrte gewaltig. 


Durch den verletzungsbedingten Ausfall des Defensivallrounders Sören Gerken musste der bis dahin excellent auf der sechs agierende Sven Flagmann auf die Innenverteidigerposition neben Michael Hermann (Pitsche) rücken. Eine deutliche Instabilität im defensiven Mittelfeld der Gastgeber war die Folge.  Ein zusätzlicher Wechsel auf der linken Abwehrseite wurde den Raubvögeln dann zum Verhängnis. Arne Roth wird an der Mittellinie eingewechselt, die Gäste erkennen sofort das Loch in der Abwehr und schicken den flinken Außenstürmer lang nach vorne. Der sicherlich noch recht flotte Abwehrrecke Pitsche schaltet zu spät und verliert dadurch das Laufduell und kann auch die folgende, gut geschlagene Flanke nicht verhindern. Durch mangelnde Lauffreude von dem ansonsten solide aufspielenden Timo Bode kann nun der völlig blank stehende Gästespieler zum 4:2 einnicken. 2. Chance, zweites Tor. Bitter, aber es sollte noch unschöner werden. Wieder sieht die linke Abwehrseite bei einem steil geschlagenen Ball schlecht aus und wieder ist der gestandene Abwehrrecke nicht in der Lage, das Tempo des flinken Gegenspielers zu gehen. Der setzt sich außen durch, legt flach in die Mitte und drin das Ding. Drei Chancen zugelassen, drei Buden gekriegt, Heiko hat´n Hals. 4:3 nach 3:0 Führung. Souverän runterspielen ist was anderes. Möglicherweise konnte nicht jeder bei den herrschenden Temperaturen die Konzentration aufrechterhalten. Einige Wechsel brachten keine Besserung. Das Spiel stand nun auf der Kippe. Doch dann konnte man aufatmen. Lukas Krolik wurde im Sechzehner der Gegners schön in Szene gesetzt und ließ seinen Gegenspieler gekonnt aussteigen. Noch ein kurzer Blick auf den Keeper, Ecke ausgesucht und drin. Toll, wie Gerd Müller in seinen besten Tagen. 


Ende gut alles gut. Man trennt sich 5:3. Der Sieg geht vollkommen in Ordnung. Und auch den zahlreichen Zuschauern wurde einiges geboten. Acht Tore in der zweiten Spielhälfte sieht man nicht alle Tage.